Dienstag, 31. März 2015

Cellulitis – ganzheitlich behandeln mit Ayurveda

Wunder kann auch mit Ayurveda keins bewirkt werden. Mit einem ganzheitlichen Denkansatz und vitalisierender Massage lassen sich aber doch interessante, kosmetische Verbesserungseffekte bei Cellulitis erzielen.

Mehr als 80 Prozent der Frauen ab 30 sind mehr oder weniger betroffen: Vor allem Po, Oberschenkel und manchmal auch die Oberarme sind mit unschönen Dellen übersät. Weibliches Bindegewebe hat den nach außen drückenden, vollen Fettzellen und damit der Orangenhaut leider grundsätzlich wenig entgegen zu setzen… Wie sonst könnte der Körper die extreme Dehnung der Haut bei einer Schwangerschaft meistern?
Ob aus einem schwachen Bindegewebe aber richtig ausgeprägte Cellulitis wird, hängt auch mit Ernährung, Bewegung und häufig auch mit Übergewicht zu tun. Stress, Rauchen und Alkohol bzw. zu viel Kaffee verschärfen das Problem häufig zusätzlich.

Im ayurvedischen Denken wird Cellulitis meist mit einer Störung des Vata-Kapha-Dohas in Verbindung gebracht – Bindegewebsschwächen sind eher Vata-Sache, Fett spielt in der Kapha-Kategorie. Gibt es hier eine Störung, entsteht ein ausgeprägtes Stoffwechselungleichgewicht, das – zusätzlich zu einem geschwächten Lymphsystem – zu einem Gewebe mit schlechter Qualität führt. Aus ayurvedischer Sicht ist deshalb ein ganzheitliches Behandlungskonzept erforderlich, bestehend aus individuell abgestimmter Ernährung, ausreichender Flüssigkeitszufuhr, regelmäßiger Bewegung – z. B. Schwimmen in kaltem Wasser – und speziellen Massagen.

Was die Nahrung betrifft, empfiehlt Ayurveda bei Cellulitis grundsätzlich eine warme, leichte Kost mit Gemüse und vielen Gewürzen sowie wenig Milch- und Milchprodukte. Auch Fleisch, Fisch und Brot sollen nur in kleinen Einheiten gegessen werden. Heißes Wasser und heiße Kräutertees, die entwässern, stehen dagegen auf der To-Drink-Liste. Dazu gehören Löwenzahn und Brennnesseltee sowie natürlich Ingwerwasser – es regt das Verdauungsfeuer an, was auch dem Gewebe gut tut.

Dazu werden im Ayurveda neben ausgewogener, regelmäßiger Bewegung spezielle Massagen angewandt: Dafür kommen hautstraffende Kräuteröle sowie warme, in Öl getränkte Kräuterbeutel mit speziellen Rezepturen zum Einsatz. Sie vitalisieren wie erwärmende und damit durchblutungsfördernde Schlammpackungen das Gewebe und tragen dazu bei, dass der Stoffwechsel im Gewebe wieder angeregt wird und schlechte Stoffe abtransportiert werden können. Auch entsäuernde Bäder oder spezielle Körperlotions sind hilfreich. Bei Cellulitis im Ayurveda auch ein Begriff ist die so genannte Seidenhandschuh-Massage.