Montag, 23. März 2015

Fit in den Morgen – nie ohne ayurvedische Mundhygiene!

Zähneputzen, Duschen – und das war’s auch schon. Richtig wach wird man spätestens beim dritten Kaffee… Wer das verändern und bewusster in den Tag starten will, der steht ein wenig früher auf und baut ayurvedische Mundpflege in den Morgen mit ein. Das Ergebnis wird schnell sichtbar: Kreislauf und Stoffwechsel danken es schon nach kurzer Zeit mit spürbar mehr Energie und Wohlbefinden, einem strahlenden Teint und gesünderen Zähnen. Vorsicht: Diese Lebensqualität kann zur Routine werden!

Mundgeruch war gestern – heute ist ayurvedische Mundpflege! Früh aufstehen gehört dazu, da laut Ansicht vieler indischer Yogis die positiven Kräfte vor Sonnenaufgang am stärksten sind. Dann wird geschabt, gespült, gegurgelt, Öl gezogen… um die Schlacken der Nacht von der Zunge und aus dem Mund-, Rachen- und Nasenraum hinaus zu bekommen. Ein paar Meditationsübungen regen zusätzlich den Stoffwechsel und damit die Ausscheidung an – und schon ist der Geist klar und stark genug für den kommenden Tag!

In der Nacht hat sich Kapha angesammelt, vor allem im Kopf- und Brustbereich. Viele Menschen müssen daher gleich nach dem Aufstehen angesammelten Schleim abhusten – das geht übrigens am leichtesten, wenn man sich am Vorabend eine Thermoskanne mit heißem Wasser oder Kräutertee auf den Nachtkasten gestellt hat und nach dem Aufwachen sofort ein paar warme Schlucke davon nimmt.

Kapha hat sich aber auch auf der Zunge in Form eines unschön riechenden Belags angesammelt – der wird mit einem Zungenschaber (ein kleiner Löffel tut’s für den Anfang auch) vom hinteren Bereich bis zur Spitze entfernt, also abgeschabt. Es dauert ein wenig, bis man sich daran gewöhnt hat.
Es folgt das Ölziehen: Man nimmt einen Schluck hochwertiges Sesamöl oder Mundziehöl in den Mund und bewegt es ein paar Minuten lang hin und her. Dann spuckt man es aus und spült mit warmem Wasser nach. Damit hat man nicht nur seiner Mundschleimhaut, sondern auch Zahnfleisch und Zähnen Gutes getan.
Es folgt eine Nasenspülung mit einer kleinen Schnabeltasse (Nasenspülkännchen, Neti-Kanne), die mit warmem Salzwasser gefüllt ist. Anschließend wird die Luft mehrmals kräftig ein- und ausgestoßen, um alles wieder schön trocken zu bekommen. Damit „streichelt“ man die Nasennebenhöhlen und reduziert die Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten.

Führt man diese ayurvedische Morgenhygiene regelmäßig durch, stellen sich über die vermehrte Energie hinaus weitere interessante Annehmlichkeiten ein: HNO-Beschwerden und Allergien werden sehr wahrscheinlich besser, Zahnfleisch und Zähne sind gesund, das Enzymsystem wird gestärkt, die Stimme gepflegt, der trockene Mund gehört ebenso der Vergangenheit an wie rissige Lippen… Und das alles hat man bereits vor dem Frühstück erledigt – auf das man nun aber richtigen Appetit hat!