Montag, 27. April 2015

Meditieren trainiert den Geist – und macht glücklich!

Was im Ayurveda seit Jahrtausenden bekannt und schon in alten Sanskrit-Texten beschrieben ist, wird nun auch von der westlichen Wissenschaft untersucht. Mit Ergebnissen, die zunehmend zum Staunen anregen: Meditieren ist nicht nur gut für Gehirn und Geist. Es macht auch glücklich und leistungsfähig! Aber: Was ist das eigentlich – Meditieren?

Meditieren bedeutet, dass man sich für eine Zeitlang aus dem Alltag zurückzieht. Und in bequemer Haltung auf sich selbst konzentriert. Man kann sich dabei auf ein Meditationskissen setzen oder einfach auf einen harten Sessel oder auch auf den Boden… Wichtig ist, dass der Rücken möglichst gerade aufgerichtet ist und man es bequem hat. Sonst lenkt einen der Körper mit diesem oder jenem Wehwehchen schnell vom Meditieren ab. Und nicht jeder ist ein Yoga-Meister, der sich auch mit klassisch-unterschlagenen Beinen eine halbe Stunde oder länger pudelwohl fühlt…

Noch etwas ist wichtig: Dass man möglichst nicht gestört wird und man die Umgebung als angenehm wahrnimmt. Zumindest, solange man nicht über die Fähigkeit verfügt, überall willentlich abzuschalten und sich in dich selbst zu versenken.

Apropos sich in sich selbst versenken: Man sitzt also bequem, schließt die Augen – und was passiert bei Untrainierten als Erstes? – Richtig: Die Gedanken kommen und beginnen, wie junge Hunde auf- und abzuspringen. Es dauert nicht lange und man ist vollkommen mit seinen Gedanken – mit seinen Problemen, Sorgen, Aufgaben, Ängsten… beschäftigt. Das macht aber nichts, das geht anfangs allen Menschen so.

Sobald einem das Phänomen mit den Gedanken, die im eigenen Geist ungefragt die Kontrolle zu übernehmen pflegen, auffällt, ist man nämlich bereits einen Schritt weiter: Man ist sich dessen bewusst geworden und kann mit der eigentlichen Meditation beginnen – man schaut seinen eigenen Gedanken zu. Man lässt seine Gedanken kommen und ziehen. Man hält sie nicht fest – und wenn sie sich trotzdem wieder festzusetzen beginnen sagt man einfach: Haut ab aus meinem Hirn, weg aus meinem Geist! Und übt das, wieder und wieder. Unfassbar das Gefühl, wenn einem das fürs erste Mal ein paar Sekunden lang gelingt… Auch die Konzentration auf den eigenen, möglichst gleichmäßigen Atem kann helfen, dieses Ergebnis herbei zu führen.

Laut moderner Gehirnforschung geht es bei Meditation nämlich genau darum: Pausen im ununterbrochenen Trommelfeuer der Gedanken zu schaffen. Zu entspannen. Einen klaren Kopf zu bekommen. Das Gedanken-Unkraut zu entfernen, um die damit einhergehende negative Energie zu entfernen. Nicht nur aus dem Kopf – aus dem ganzen Körper. Denn das ständige Beschäftigen mit Problemen, mit Angst und Sorgen löst ebenso eine Wirkungsreihe aus wie das Abstellen dieser Gedanken – das eine verbreitet negative Energie, das andere schafft auf Dauer RICHTIGE ENERGIE, bis in die Zehenspitzen hinein.

Und das trainiert nicht nur den Geist, sondern macht glücklich, gesund und leistungsfähig. Was in ayurvedischen Schriften schon vor so vielen Jahren aufgezeichnet wurde, hat seine Gültigkeit also bis heute nicht verloren. Man muss es allerdings üben und tun!