Sonntag, 09. März 2014

Tee – gesunder Genuss seit 5000 Jahren und Kultur pur!

Der Legende nach ist die Entdeckung des Tees dem chinesischen Kaiser Shen Nung im Jahre 2737 vor Christus zuzurechnen: Ein Teeblatt hatte sich in sein heißes Wasser verirrt und färbte es goldig, sodass Shen Nung neugierig wurde. Der Duft verlockte ihn, von dem Gebräu zu kosten – er hatte einen Schatz gefunden. Bereits im dritten Jahrhundert vor Christus gab es in China eine Teesteuer.
Zirka 4000 Jahre später brachten die Holländer den ersten Tee nach Europa… 

Seither gibt es unzählige Tees und Mischungen – Tee ist eines der am meisten verbreiteten Getränke der Welt: Schwarzer Tee, Grüner Tee, Weißer Tee, Gelber Tee, Oolong, Pu-erh-cha Tee, Mate Tee, Rooibos Tee… Und dann sind da natürlich noch die Unterarten: z. B. der Darjeeling oder der Assam bei Schwarzem Tee, der Gunpowder bei Grüntee und so weiter…

Man liebt seine eigenen Sorten und Geschmäcker sowie die Kultur des Innehaltens und Wartens auf den Tee, wenn das Getränk zubereitet wird: Flasche auf oder Kapsel rein und Knopf drücken, funktioniert bei Tee nicht – er muss in heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser ziehen. So tut er Körper UND Seele gut – ja, Tee ist auch gesund, nicht nur in der kalten Jahreszeit!

Schwarzer Tee enthält z. B. nicht nur aufmunterndes Koffein (bzw. Teein), er kann auch den Blutdruck senken sowie Konzentration und Nerven stärken. Grüner Tee gilt in Asien überhaupt als Heilmittel, der Karies verhindern kann und bei Herz- und Kreislaufproblemen hilft. Weißer Tee ist entzündungshemmend, kräftigt das Immunsystem und wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus (er kann sogar der Hautalterung entgegen wirken!).

Mate Tee vertreibt den Hunger und hilft so beim Abnehmen – ähnlich wie Oolong Tee. Und der Rotbuschtee, wie der aus Afrika stammende Rooisbos Tee auch genannt werden kann, kann gegen Entzündungen, zu hohen Blutdruck, bei Magen-Darm-Problemen oder bei Einschlafproblemen zum Einsatz kommen. In seiner Heimat Südafrika wird er ohnehin immer und überall getrunken – immer steht irgendwo eine Kanne Rotbuschtee herum. Viele Europäer müssen ihn aber erst lieben lernen…

Tees werden aber auch schon seit jeher mit Gewürzen und anderen Zusätzen versehen – so gibt es z. B. den Chai-Tee, wie er als Nationalgetränk in Indien beliebt ist – er stammt ursprünglich aus der ayurvedischen Gesundheitslehre. Klassisch zubereitet, kommen zum Schwarzen Tee folgende Gewürze dazu: Kardamon, Ingwer, Zimt, Nelken, Fenchel und Anis. Auch die Europäer schätzen die für Geist und Körper wohltuende, anregende Wirkung des Chai mehr und mehr.