Montag, 29. Juli 2013

Mit Heilerden den Darm beruhigen und entgiften

Heilerde hat seit Jahrtausenden einen festen Platz in der Volksheilkunde. Äußerlich angewendet, hilft sie gegen Schmerzen und Hauterkrankungen, innerlich eingenommen, schwemmt sie schädliche Substanzen aus und lindert oder kuriert zahlreiche Beschwerden.

Als Auflage, Wickel, Gesichtsmaske oder Badezusatz soll Heilerde gegen Hautunreinheiten, leichtere Brandwunden, und Insektenstiche bis hin zu schmerzhaften Gelenkserkrankungen und Krampfadern helfen. Aufgelöst und morgens auf nüchternen Magen getrunken, harmonisiert Heilerde die Darmflora, entgiftet, entschlackt und entsäuert, regt den Stoffwechsel an, hilft bei Darminfektionen, Verstopfung, Durchfall, Sodbrennen, wirkt sich günstig auf den Cholesterinspiegel aus und sorgt für schöne Haut, gesunde Haare und feste Fingernägel.

Diese Bedeutung für die Darmgesundheit verdankt die Heilerde ihrer physikalischen Beschaffenheit: Heilerden bestehen aus Gesteinsstaub. Sie setzen sich aus winzigen Körnchen zusammen, die zum Teil nur einen tausendstel Millimeter groß sind. Die zerklüftete Oberflächenstruktur der kleinen Partikel ist mit dafür verantwortlich, dass sich in ihnen andere Teilchen leicht verfangen und hängen bleiben. Dadurch erhält Heilerde ihre außer- ordentliche Bindungskapazität für Gifte oder Bakterien und schwemmt sie mit aus. Je feinkörniger die Heilerde, desto größer ist ihre innere Oberfläche und desto besser kann sie andere Stoffe binden.

Es wird vermutet, dass schon unsere steinzeitlichen Vorfahren nach dem Vorbild vieler Tiere Erde gegessen haben, um damit ihren normalen Speiseplan zu ergänzen und sich mit heilkräftigen Substanzen und lebensnotwendigen Mineralien und der antiseptischen Kraft der Erde zu versorgen.
Beweise für ihre therapeutische Anwendung gibt es seit etwa 4000 Jahren. Die alten Inder, Chinesen, Babylonier, Assyrer und Ägypter nutzten schon damals die Kraft der Heilerde, auch Hippokrates, Hildegard von Bingen, und Paracelsus hatten Heilerde im Programm.

Nach der Einnahme von Heilerde wurden bisher offiziell keine negativen Nebenwirkungen festgestellt. Doch Achtung: Sofern man andere Medikamente einnimmt, sollte die Einnahme von Erde erst ein bis zwei Stunden später erfolgen, ansonsten saugt sie möglicherweise selbst die heilenden Wirkstoffe des Medikaments auf. Ganz schön stark, dieses sanfte Heilmittel.

Hier eine kurze Übersicht zur innerlichen Nutzung von Heilerde:

  • Blähungen, Sodbrennen, Übersäuerung – Luft und Säure werden gebunden.

  • Fettsucht, Fettleibigkeit – Nahrungsfette werden gebunden und Diäten durch Mineralisierung unterstützt.

  • Darmprobleme – Entzündungen, Gärungs- und Fäulniszustände, Störungen der Darmflora, Verstopfung und Durchfall werden wirksam bekämpft.

  • Entschlackung – wird durch Heilerde unterstützt
  • Mundgeruch – wird beseitigt, da Heilerde stark geruchsbindend wirkt.

  • Haarausfall, Nagelerkrankungen – können durch die Zufuhr von Kieselerde (Silizium) vermindert werden.