Rasayanas - Krankheitsprävention & Gesundheitsförderung

Montag, 01. Februar 2016

Rasayanas - Krankheitsprävention & Gesundheitsförderung

Der ayurvedische Begriff Rasayana hat verschiedene Bedeutungen. Allen gemeinsam ist, dass es um Verjüngung geht.

Seit Jahren ist Anti-Aging in der westlichen Welt allgegenwärtig. Der Jugendlichkeitswahn hat dabei absurde Ausmaße angenommen. Man denke nur an die Menschen, die sich mit Schönheitsoperationen bis zur Unkenntlichkeit entstellt haben.

Neben chirurgischen Eingriffen und chemischen Mittelchen gibt es aber auch eine seit sehr langer Zeit bewährte, natürliche und vor allem gesunde ayurvedische Methode, um sich selbst zu verjüngen.

Das Begriff Rasayana stammt aus dem Sanskrit. Er bedeutet wörtlich in etwa “Verwirklichung eines optimalen Zustands der Gewebe”. Im Ayurveda steht der Ausdruck auch für Lebenselixier und Verjüngung.

Die Einsatzmöglichkeiten für so genannte Rasayanas sind vielfältig. Sie können genutzt werden für

  • die Prävention von Krankheiten.

  • die Gesundheitsförderung.

  • Regeneration und Rehabilitation.

  • kosmetische Zwecke.

  • Anti-Aging und Wellness.

  • die Altersheilkunde.

Die klassischen Wirkungen von Rasayanas sind dabei sehr umfassend. Sie

  • stabilisieren die Gewebe.

  • stärken Verdauungsfeuer und Stoffwechsel.

  • halten die drei Doshas im Gleichgewicht.

  • verbessern die Schlafqualität.

  • fördern die Gesundheit und halten jung.

  • beseitigen geistige und körperliche Müdigkeit und Schwäche.

  • fördern die Schönheit und die Ausstrahlung.

Es geht um die Erneuerung und Kräftigung des Organismus. So soll die Alterung verzögert oder aufgehalten und ein langes Leben erreicht werden. Dabei spielt auch die mentale Komponente eine wichtige Rolle, sollen doch alle Arten von Krankheiten, also auch psychische, eingeschränkt bzw. ihre Entstehung verhindert werden. Rasayanas können angewandt werden bei

  • einem allgemeinen Schwächegefühl.

  • Altersschwäche.

  • schwachem Immunsystem.

  • Stress und seinen negativen Folgen.

  • Entwicklungsstörungen bei Kindern.

  • unerfülltem Kinderwunsch.

Die Anwendung geschieht oft durch die Einnahme spezieller Mittel oder durch Kuren. Im Gegensatz zu Panchakarma-Kuren geht es nicht nur um die Entgiftung. Rasayana-Kuren gehen tiefer und sind umfassender, weil sie auch die Verjüngung von Körper und Geist zum Ziel haben. Trotzdem sind die Übergänge zwischen beiden fließend.

Rasa steht für Leben und Liebe. Rasayana will also neues Leben, neue Liebe und neue Freude. Rasayana kann jeder Mensch auch selbst, für sich alleine durchführen als eine Art persönlicher Revitalisierungsmaßnahme.

Setzen Sie sich einfach hin und überlegen Sie, was Sie Körper und Geist Gutes tun könnten, was Ihre selbst zusammengestellte Kur sein soll. Dabei können Sie alle Arten von “Übungen” für Körper und Geist berücksichtigen. Nehmen Sie sich z. B. vor: “Drei Monate lang will ich mich darin üben, mich gesünder zu ernähren. Ich verzichte auf übermäßig viel Fett, Salz und Zucker und esse dafür mehr Obst und Gemüse. Ich will auch freundlicher zu meinen Mitmenschen sein und öfter die Dinge tun, die mir Freude machen.”

Bei Rasayana geht es auch um Ursachenvermeidung, indem schädliche oder sich negativ auswirkende Dinge gemieden werden. Sonst sind die positiven Bemühungen schnell wieder zunichte gemacht.

Es folgt eine Liste mit Dingen, die vermieden werden sollten, um Körper, Geist und Seele zu erneuern:

Ungesunde Ernährung

  • minderwertige, industriell verarbeitete und ungesunde Nahrungsmittel

  • verdorbene Nahrungsmittel, z. B. Schimmelkäse

  • zu saure, zu salzige und zu scharfe Nahrungsmittel und Speisen

  • schwer verdauliche Lebensmittel (Käse, Joghurt, Fettiges, viel Fleisch)

  • „trockene“ Nahrungsmittel (Mais, Hirse, Blattgemüse) -> immer mit ausreichend guten Fetten und genügend Flüssigkeit zubereiten

  • vergorene Getreide- und Hülsenfruchtprodukte­

  • falsche Lebensmittelkombinationen, z. B. Milch mit Saurem oder Salzigem oder Bananen

  • unregelmäßige Essenszeiten; am besten drei Mahlzeiten pro Tag. Die Hauptmahlzeit sollte zu Mittag sein.

  • wieder etwas essen, bevor die vorangegangene Mahlzeit verdaut wurde (erst nach ca. 4-5 Stunden)

Ungesunde Verhaltensweisen

  • ein Leben ohne Rhythmus

  • tiefer Schlaf während des Tages

  • Schlafmangel und zu wenig Ruhe

  • zu viel Alkohol, Nikotin und andere Genussgifte

  • körperliche Überforderung aller Art oder kompletter Bewegungsmangel

  • psychische Überanstrengung

  • keine mentalen Entspannungsmethoden

  • emotionale Unausgewogenheit (Ängste, Sorgen, Aggressionen, Einsamkeit)