Die Wechseljahre, ayurvedisch betrachtet

Montag, 18. April 2016

Die Wechseljahre, ayurvedisch betrachtet

Die Wechseljahre sind eine Übergangsphase im Leben jeder Frau, bei der es zu hormonellen und mentalen Veränderungen kommt. Diese hormonelle Wende geht oft mit Beschwerden einher. Dank Ayurveda muss das aber nicht sein.

Gerade die Menopause stellt eine umfassende Wende dar, in der es im Leben jeder Frau zu Veränderungen kommt. Weil der Hormonspiegel sinkt und sich der weibliche Monatszyklus verändert, treten bei jeder zweiten Frau Beschwerden auf wie Hitzewallungen, Nervosität, Gereiztheit, Depressionen oder auch Schmerzen in Bauch und Brüsten.

Die Schulmedizin hat nicht viele Antworten darauf. Meist wird eine Hormontherapie verschrieben. Diese Praxis wird in letzter Zeit aber immer häufiger kritisiert, da es zu Gefäßverschlusserkrankungen kommen und auch das Krebsrisiko steigen kann. Auch andere Maßnahmen wie Operationen sind nicht unproblematisch.

Vollkommen ohne Nebenwirkungen sind ayurvedische Ansätze, die ergänzend zur Schulmedizin hervorragend wirken, sie aber sogar ersetzen können.  Ayurvedisch gesehen besteht das Leben aus den Wechselwirkungen von Energien und Zyklen, die sowohl körperliche als auch psychische Effekte haben. Während der Wechseljahre kommt es nun zu einer klimakteriell bedingten Dosha-Verschiebung. Wird diese nicht ausgeglichen, entstehen Beschwerden.

Im Ayurveda wird die Frau mit Agni in Verbindung gesetzt, dem Attibut der Energie und des Feuers. Durch Agni sind Frauen mit Shakti, der Energie des Lebens, verbunden, wodurch sie schwanger werden und Kinder gebären können. Die Menstruationsblutung gleicht die feurigen Kräfte des Körpers aus und dient auch der Reinigung des Organismus’.

Eigentlich ist im weiblichen Körper Wasser dominant, was sich durch kühle, stabile Qualitäten und runde, weiche Körperformen äußert.

In der Menopause verändert sich der Körper, wodurch das energetische Zusammenspiel der Kräfte aus dem Gleichgewicht gerät. Vor allem Pitta und Vata kippen aus der Balance. Ziel sollte es also sein, das harmonische Gleichgewicht der Doshas wieder herzustellen. Dafür kann man mit der richtigen Ernährung und einigen Lebensstilanpassungen ein gutes Fundament schaffen.

Probleme mit Hilfe der richtigen Ernährung vorbeugen

  • Essen Sie weniger, dafür aber mehr hochqualitative Lebensmittel

  • Essen Sie keine scharfen Gewürze wie Chili, Senfsamen, etc.

  • Vermeiden Sie sehr salzige und saure Speisen und hüten Sie sich vor Joghurt, Beeren und anderen sauren Früchten.

  • Essen Sie bevorzugt bittere oder süße Speisen.

  • Verwenden Sie vermehrt Gewürze wie Zimt, Kardamom, Kreuzkümmel, Fenchel und Pitta Churna.

  • Essen Sie viel reifes und deshalb süßes Obst und viel Gemüse wie Brokkoli, Bohnen, Gurken, Karotten, Süßkartoffeln, Kohlrabi, etc.

  • Reduzieren Sie tierische Fette.

  • Vermeiden Sie stark koffeinhaltige Getränke wie Schwarztee und Kaffee.

  • Trinken Sie vor allem warme Getränke.

Lebensstilanpassungen vor und während der Menopause

  • Regelmäßigkeit ist wichtig. Sorgen Sie für einen geregelten Tagesablauf und essen Sie immer zu den gleichen Zeiten.

  • Gönnen Sie sich viel Ruhe.

  • Gehen Sie früh schlafen und stehen Sie dafür früher auf.

  • Sport hilft, das Auf und Ab der Hormone ins Gleichgewicht zu bringen und hellt die Stimmung auf.

  • Entspannungsmethoden wie Meditation oder Yoga helfen.

  • Regelmäßige Entgiftungsmaßnahmen sind wichtig, um die Doshas auszugleichen.

Es gibt auch eine breite Palette an rein pflanzlichen, ayurvedischen Präparaten und Wirkstoffen, die für Probleme der Wechseljahre hervorragend geeignet sind und in einem ganzheitlichen Therapiekonzept wunderbar wirken. Diese Pflanzen und Präparate stellen wir Ihnen im nächsten Artikel vor.