Montag, 01. Juli 2013

Typgerechtes Essen im Rhythmus der Natur – im Frühling Kapha reduzieren!

Im Frühjahr wird durch die Wärme der Sonne das im Winter angehäufte Kapha im Körper verflüssigt. Dadurch kann es zu einer Beeinträchtigung der Verdauungskraft und des Stoffwechsels kommen, woraus Beschwerden entstehen können. Dementsprechend wichtig sind eine leichte Ernährung und die Stärkung der Verdauungskraft – Reinigung ist angesagt!

Das Kapha-Dosha ist „kalt“, „flüssig“, „schwer“ und „zäh“. Auch die Frühjahrsmüdigkeit ist nichts anderes als ein Zuviel an Kapha, das durch die wärmenden Sonnenstrahlen aufgelöst wurde und nun in Form von Schlacken im Körper zirkuliert. Im Ayurveda nennt man solche toxischen Substanzen Ama. Symptome für die Präsenz solcher Schlackenstoffe sind: Übergewicht, Lethargie, Müdigkeit, erhöhter Schlafbedarf, ein weiß-gelblicher Belag auf der Zunge und schleimiger Stuhl (Im Frühling produziert der Körper mehr Schleim, das Verdauungsfeuer ist träger).

Unabhängig von der individuellen Konstitution sind in solchen Fällen Kapha-reduzierende Ernährung und Aktivitäten angezeigt, welche diese Zustände wirksam reduzieren helfen.

Um den Reinigungsprozess und die Reduzierung von Kapha einzuleiten, beginnt man den Tag mit frühem Aufstehen, am besten vor 6 Uhr. Von da an bis 10 Uhr morgens herrscht nämlich das Kapha-Dosha in der Natur vor – und wenn man dann noch im Bett liegt, kommt man doppelt so schwer aus den Federn und fängt den Tag dumpf und träge an.

Zum Frühstück nimmt man möglichst etwas Leichtes zu sich, weil das Verdauungsfeuer noch schwach ist. Zu Mittag wird dann normal und gut gewürzt aufgetischt – aber das Abendessen darf ebenfalls nicht zu schwer und nicht zu spät sein. Generell gilt: Nur essen, wenn sich der Hunger meldet – und möglichst keine Zwischenmahlzeiten, damit sich ein Essen immer gut verdauen kann, bevor das nächste nachkommt. Bei Appetit zwischendurch kann man ja einen Fruchtsaft oder Tee trinken.

Was die Bewegung betrifft, sind die Vorschläge je nach Konstitution unterschiedlich: Wer eher zu Vata oder Vatta-Pitta tendiert (also ein grundsätzlich aktiver Mensch ist), geht zwar spazieren, wartet mit intensiven Sportprogrammen aber, bis das Entschlacken vorbei ist, um sich nicht zu verausgaben. Yoga, vor allem abends vor dem Einschlafen hilft außerdem, das unruhige Gemüt zu besänftigen und sorgt für einen guten Schlaf.

Für alle, die zur Kapha-Konstitution neigen, ist Bewegung ein Muss und zwar soviel wie möglich davon. Auch hier sind ausgiebige Spaziergänge und Yoga angezeigt – aber auch rigoroseres Fasten wird empfohlen.