Montag, 01. Juli 2013

Welcher Sport passt zu welchem Typ?

Sport hält uns beweglich, stärkt die Muskulatur und die inneren Organe.  Zuviel davon erschöpft uns jedoch, vor allem, wenn es der falsche Sport ist. Ayurveda kann helfen, den richtigen Sport im passenden Ausmaß für den jeweiligen Typ zu finden. Das Ziel: Kräftigung der inneren Organe, Stimulierung der Verdauungskraft und ein ausgeglichener, ruhiger Geist.

Erstens: Den optimalen Erfolg erzielt man mit ca. 50 Prozent der maximal möglichen Belastung. Dafür existiert eine einfache Faustregel: Sobald man anfängt, schwer zu atmen, sollte man aufhören oder langsamer werden. Denn Ayurveda betrachtet auch den Sport immer ganzheitlich und sieht den Zweck auf keinen Fall in ausschließlichem Muskelaufbau.
Sport soll vielmehr das innere Gleichgewicht des Körpers aufrechterhalten und das Immunsystem stärken. Ein Effekt, der nur dann eintritt, wenn man nach dem Sport über mehr Energie verfügt als zuvor – ist man erschöpft, war es zu anstrengend und der Gesundheit nicht förderlich.

Zweitens: Besser regelmäßig und kürzer als selten und dann lang Sport betreiben! Ein paar Minuten bis zu einer halben Stunde täglich helfen dem Körper besser, sich fit zu halten, als einmal wöchentlich zwei Stunden Marter. Nur mit Regelmäßigkeit wird der Körper stark, ausdauernd, energievoll und flexibel.

Drittens: Sport zur passenden Tageszeit! Das ist am besten zwischen sechs und zehn Uhr morgens, denn am Abend sollte man besser ausruhen, entspannen und regenerieren. Auch die sommerliche Mittagshitze ist ungeeignet – wie man laut Ayurveda überhaupt im Herbst, Winter und Frühling sportlich aktiver als im Sommer sein soll.

Viertens – kein Sport, bei: Erschöpfung, Krankheit, Hunger und Durst, direkt vor und nach dem Essen (zwei Stunden Abstand halten, außer es handelt sich um einen Verdauungsspaziergang!)… und nur leichten Sport während der Menstruation, Schwangerschaft und nach einer Geburt.

Fünftens: Das Alter berücksichtigen! Kinder bewegen sich sowieso viel, wollen aber nicht gezwungen werden. Unter 25 kann man viel und ausdauernd, bis 40 gemäßigter und ab 40 moderat Sport betreiben – aber immer regelmäßig.

Sechstens: Sport entsprechend dem eigenen Typ wählen! Schlanke Menschen mit feinen Gliedern (Vata) gehen am besten schwimmen, radfahren, wandern oder tanzen – sollen aber keinesfalls übertreiben und eher langsam und nur bis zu einer halben Stunde unterwegs sein. Menschen mit mittlerem, kräftigem Körperbau (Pitta), können mehr vertragen, vor allem von

Sportarten, die im Freien ausgeübt werden (Schi fahren, Klettern, Radfahren, Joggen, Ballsportarten…). Und Kapha-Typen profitieren von durchhalteintensiven Sportarten am meisten (Rudern. Langstreckenlauf…).

Siebstens und achtens: Niemals auf die Regenerationsphasen vergessen, Entspannung und Massagen einplanen und etwas gegen die freien Radikale tun (z. B. mit Nahrungsergänzungsmitteln).

Viel Spaß bei der gesunden Bewegung!