Entschlacken und Entgiften im Frühling

Dienstag, 23. Februar 2016

Entschlacken und Entgiften im Frühling

Schön langsam kommt das Jahr wieder in die Gänge. Der Frühling steht vor der Tür, laut Ayurveda die perfekte Zeit, um den Körper zu entgiften.

Mit der Zeit reichern sich Gifte im Körper an. Das ist ganz normal, werden sie doch bspw. mit der Nahrung oder über die Luft aufgenommen. Diese Gifte, im Ayurveda als Ama bezeichnet, versetzen den Körper in ein Ungleichgewicht. Das kann zu verschiedenen Symptomen führen, wie etwa:

  • Müdigkeit

  • Lethargie

  • Appetitlosigkeit

  • erhöhtes Schlafbedürfnis

  • weißer Zungenbelag am Morgen

  • angeschwollene Unterschenkel, Füsse oder Hände

  • schwaches Gewebe.

Deshalb ist regelmäßiges Entschlacken fester Bestandteil  in der ayurvedischen Lehre. Denn nur, wenn der Körper regelmäßig gereinigt wird, kann er richtig funktionieren und sich selbst heilen.

Die beste Zeit zum Entschlacken ist zwischen Ende Februar bis Ende April, weil sich im Frühjahr die Schlacken im Körper am besten mobilisieren lassen.

Mit einer Fastenkur werden Sie nicht nur die Frühjahrsmüdigkeit los, auch das Immunsystem wird gestärkt und man kommt körperlich wie seelisch zur Ruhe.

Ayurvedische Anti-Ama-Kuren zur Ausleitung von Säuren, Toxinen und Schlacken eignen sich für Menschen, die

  • häufig unter Stress stehen

  • sich ungesund oder unregelmäßig ernähren

  • Probleme mit der Verdauung, der Haut, dem Bewegungsapparat oder den Atemwegen haben

  • sich allgemein unwohl fühlen

  • keine Energie haben.

Empfehlungen für die richtige Ernährung im Februar

Vata-/Pitta-Konstitutionen

Einen Monat lang gehen Sie jeden dritten Tag, aber mindestens zwei Mal pro Woche ohne Abendessen schlafen. Am nächsten Tag essen Sie erst zu Mittag eine leichte Mahlzeit mit Suppe. Trinken Sie über den Tag verteilt zwei Liter heißes Wasser. Essen Sie sonst viel frisches Gemüse mit Reis oder Nudeln und Sauce. Verzichten Sie auf Fleisch und Milchprodukte und auf intensiven Sport während des Fastens. Yoga am Abend sorgt für Beruhigung.

Pitta-Konstitutionen

Jeden dritten Tag bzw. mindesten zwei Tage pro Woche sollten Sie für einen Monat lang einen Fasttag einlegen. In der Früh trinken Sie dazu einfach nur zwei Tassen heißes Wasser. Zu Mittag trinken Sie maximal drei Deziliter frischen Gemüsesaft, der mit Kreuzkümmel oder Koriander verfeinert werden kann. Gegen Durst trinken Sie normales oder abgekochtes Wasser. Am Abend gibt es ein Glas frisch gepressten Fruchtsaft; folgende Früchte sind aber tabu: Orange, Ananas und Grapefruit. Optimal sind süße Früchte oder Granatäpfel.

Am nächsten Tag essen Sie wieder normal, wobei Sie auf Fleisch, Wurst, Milchprodukte und generell auf fettige, salzige, saure, ölige oder gebackene Speisen verzichten.

Versuchen Sie in dieser Zeit, etwas leiser zu treten und sich nicht zu viel zuzumuten. Spaziergänge oder Yoga geben Ihnen neue Kraft.

Kapha-/Pitta-Kapha-/Vata-Kapha-Konstitutionen

Menschen mit zu viel Kapha sind anfällig für Ama und sind deshalb prädestiniert für strenges Fasten. Fasten Sie aber nicht zu lange ohne Unterbrechung. Einen Monat lang gehen Sie jeden dritten Tag bzw. mindestens zwei Mal pro Woche ohne Abendessen schlafen und essen dann erst am Abend des nächsten Tages eine leichte Suppe.

Trinken Sie täglich zwei Liter heißes Wasser mit Ingwer über den Tag verteilt. Ansonsten sollten Sie viel gedämpftes Gemüse mit pikanten Gewürzen essen. Verzichten Sie auf frische Früchte, Wurst, Fleisch, Milchprodukte und auch auf Speisen, die zu viel Fett, Öl und Salz enthalten.

Bewegen Sie sich so oft wie möglich. Am besten geeignet sind lange Spaziergänge und Yoga.


Im nächsten Artikel gehen wir genauer ein auf ayurvedische Kräuter, die besonders zum Entschlacken und Entgiften geeignet sind, und geben noch ein paar zusätzliche Tipps, die das Fasten unterstützen.