Montag, 01. Dezember 2014

Welcher „Erkältungstyp“ sind Sie?

Im Winter steigen die kalten Qualitäten in Form von Vata und Kapha sprunghaft an. Das fördert die Anfälligkeit für körperliche und psychische Balance-Störungen sowie alle Arten von Atemwegs- und Erkältungskrankheiten. Je nach Konstitution und Lebensgewohnheiten neigen
 wir dabei eher zu Vata-typischen Erkältungskrankheiten, die mit trockener Kälte und Rauheit einhergehen. Oder zu Kapha-Ansammlungen, welche sich in feuchter Kälte, Schleimansammlungen, Schweregefühl und Dumpfheit zeigen.

Im Klartext heißt das: Man diagnostiziert sich erst einmal selbst, bevor man seine Erkältung typgerecht behandelt – und vor allem die Ernährung dem Gesundheitszustand anpasst!

Trockener Husten, raue Schleimhäute, Spannungsschmerzen, vermehrte Entzündungen und Fieber deuten auf Vata-Probleme hin. Ein dicker Schnupfen mit tränenden Augen, verschleimte Lungen mit Husten und Atemnot, Müdigkeit und Gliederschmerzen sind eher der Kapha-Seite zugeordnet. Aufgrund ihrer natürlichen Wärme am wenigsten anfällig für Erkältungskrankheiten sind Pitta-Typen. Sie entwickeln eher entzündliche Prozesse im Bereich der Atemwege, wie z.B. Mandelentzündungen.

Was tun? – Oft reichen schon eine ayurvedische Anti-Erkältungs-Diät, Ruhe und genügend Wärme aus, um Erkältungskrankheiten zu heilen. Die Grundsätze dafür sind einfach: Alle kalten und schwer verdaulichen Speisen sowie saure und schleimige Nahrungsmittel sollten gemieden werden. Rigoros. Käse, Butter, Fleisch, Eier, Fisch, Kuchen, 
sehr fettige oder rohe Nahrungsmittel sollten für eine Zeit lang gemieden und stattdessen warme Gemüsesuppen sowie Eintöpfe mit Hülsenfrüchten bevorzugt werden.

Hat sich die Erkältung bereits ordentlich in den Atemwegen festgesetzt, helfen heißer Ingwertee und etwas schärfer gewürzte Gerichte mit viel Blatt- und Wurzelgemüse besonders gut. Mit dem Genuss von Zitrusfrüchten und säuernden Nahrungsmitteln überhaupt ist man im Ayurvedischen dagegen vorsichtig, da sie ein dem Heilungsprozess unzuträgliches Milieu erzeugen können. Das gilt übrigens auch für gesäuerte Milchprodukte, gesäuertes Brot, Tomaten, Essig und die meisten Fertignahrungsmittel.

Vielmehr würde man im Ayurveda die vermehrte Zufuhr von bitteren Nahrungs- und Heilmitteln befürworten. Der bittere Geschmack erzeugt ein Milieu im Körper, das für verschiedenste Erreger (Bakterien, Viren, Pilze) schlechte Lebensbedingungen bewirkt. Zum Einsatz kommen sollten auch schwarzer Pfeffer, Ingwer, Gewürznelken und Zimt. Diese heizen dem Stoffwechsel so richtig ein und reinigen die Atemwege. Als spezielles Nahrungsmittel gegen Erkältungserkrankungen schätzt man auch guten Honig und spezielle Tees.